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Handwerk und Fabrikation

Es nutzt die beste Technik nichts, wenn keiner das Handwerk versteht! Bei der Herstellung von Qualitätsporzellan mit den vielen großen und kleinen Arbeitsschritten trifft das ganz besonders zu. Denn trotz aller Modernisierung und Automatisierung erfolgt nach wie vor ein Großteil der Bearbeitung in Handarbeit. Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern: Jeder Produktionsschritt – Formgebung, Trocknung, Glühbrand, Glasur, Glattbrand, Dekoration und Dekorbrand – erfordert spezielles handwerkliches und technisches Know-how. Die Porzellanproduktion gilt als eines der industriellen Herstellungsverfahren mit der höchsten Fertigungstiefe!

Ein kurzer Einblick in den Produktionsbereich Formgebung für die Herstellung eines Kannendeckels der Form 1382 verdeutlicht das: Formen auf die Drehscheiben stellen, mit flüssiger Masse füllen, Gießling bilden, Gipsformen ausgießen, Gießlinge abtrocknen, Gießdecke abheben, Deckelloch ausschneiden, Gipsform öffnen, Gießling herausnehmen, abstellen, Gießform für nächsten Einguss zusammenbauen, gegossene Deckel auf Transportwagen in die Trockenkammer bringen, am nächsten Tag in der Putzerei weiter bearbeiten: Hier werden die Nähte und die scharfen Ränder vom Deckellochausschnitt mit einem Messer abgekratzt und die Formen entsprechend der Vorgaben ausgeschnitten, abgeschnitten und in Kontur gebracht, dann mit einem Putzschwamm feucht abgeschwammt und alle Naht- und Bearbeitungsspuren von Hand geglättet, und dann: Trocknen, Brennen, Glasieren, Dekorieren – wieder mit den jeweiligen Teil- und Zwischenschritten, und: je nach Veredelungsstufe mit bis zu sechs Qualitätskontrollen!

Die Porzellanproduktion ist eine der spannendsten und vielfältigsten Herstellungsverfahren. Und sie ist unsere Passion.